Während es in einem MitarbeiterInnentreffen darum ging, wer sich vorstellen kann für das Infoheft zum Thema MitarbeiterInnen einen Artikel zu schreiben, überlegte ich mir ob ich nicht etwas zu genau diesem Thema (MitarbeiterInnentreffen) schreiben möchte.
Wenn Unsicherheit bei mir aufkam, dann nur aufgrund meines schreiberischen Talents.
Für das Thema, schließlich von mir selbst gewählt, war ich sofort Feuer und Flamme.
So möchte ich mich denn auch hier, als Fan vom MAT, outen. Meine Recherchen haben ergeben, dass ich seit 1997 regelmäßig an den Versammlungen der MitarbeiterInnen von Mitgliedseinrichtungen der IKH teilnehme.
Damals noch unter der gemeinsamen Leitung von Hans Wüllner und Ute Koch (liebe Grüße von dieser Stelle an Hans Wüllner) fanden die Treffen im Tagungshaus "Klöndeel" in Loopstedt, im Kaminzimmer, statt.
Was war das für eine tolle Atmosphäre, am lodernden Kamin bei einem Tee oder Kaffee sich über gemeinsam gewählte Themen innerhalb der Arbeit auszutauschen.
Später wurde die Veranstaltung in die obere Etage in Loopstedt verlegt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das MAT seit 2003 in der Geschäftsstelle in Schleswig abgehalten wird und nun aber aufgrund von Platzmangel wieder ein Umzug nach Loopstedt erfolgt.
In diesem Zusammenhang möchte ich kurz auf die Anzahl der Teilnehmer eingehen. Als ich die ersten Male dem MAT beiwohnte lag die Zahl der teilnehmenden Personen bei ca. 16, mal mehr mal weniger.
Dieser Trend setzte sich eine ganze Zeit durch. Seit neuester Zeit steigt die Zahl der Teilnehmer und wir sind selten unter 20 Personen.
Die "hohe" Anzahl der Teilnehmer droht die räumlichen Kapazitäten in Schleswig zu sprengen, was sich auch auf die Atmosphäre auswirkt.
Beim letzten Treffen beispielweise mussten zwei Kolleginnen auf einem hohen Hocker Platz nehmen.
Da sich die Teilnehmerzahl in letzter Zeit so kontinuierlich gehalten hat, konnte Ute Koch handeln und in Absprache mit den Trägern der Mitgliedseinrichtungen den besagten Umzug nach Loopstedt sichern.
Worum geht es nun aber inhaltlich bei diesen MAT- Als erstes stellt sich jede/r Anwesende mit Namen und dazugehöriger Einrichtung vor.
Interessant ist diese Vorstellungsrunde insofern, dass kein Treffen in der gleichen "Aufstellung" stattfindet.
Es kommen immer neue Gesichter dazu, lange nicht da gewesene tauchen wieder auf, liebgewonnene Kollegen/Kolleginnen sind auch wieder da, die Liste ließe sich fortführen.
Darüber hinaus ist so eine Vorstellungsrunde persönlicher, als wenn gleich inhaltlich "Vollgas" gegeben wird.
Nach dieser Vorstellungsrunde geht es darum herauszufinden, welche Themen bzw. welches Thema an dem Vormittag behandelt werden soll.
In den bevorstehenden zwei Stunden können alle Themen besprochen, diskutiert, angeregt werden.
Die Themen können sehr individuell aber auch allgemeiner Natur sein. Einige Themen möchte ich hier aufzählen, um einen kleinen Einblick zu gewähren.
Nur einen kleinen Einblick deshalb, weil ich natürlich Neugier bei all meinen Kollegen/Innen wecken möchte und deshalb werde ich nicht zu viel verraten.
Wir haben u.a. über Sinn und Unsinn von geschlossener Heimunterbringung gesprochen, wie gute Teamarbeit in der Einrichtung aussieht war das Thema in einem MAT, die Dienstpläne der einzelnen Kollegen/ Innen war Austauschpunkt an einem Vormittag, über das Qualitätsmanagement der IKH und über die IKH hinaus haben wir uns ausgetauscht, ein beliebtes Thema sind Fort- und Weiterbildungen.
Ich möchte noch einmal erwähnen, dass die Themen gemeinsam ausgewählt werden. Es kommt gelegentlich vor, dass einem Mitarbeiter ein Thema besonders unter den Nägeln brennt aus z.B. gegebenen Anlass. In diesem Fall hat so ein Thema natürlich vorrang vor anderen Themen.
Inhaltliche Punkte wiederholen sich mitunter im Laufe der Jahre. Das empfinde ich allerdings als wichtig, da sich das Mitarbeitertreffen einer wechselnden Teilnehmerrunde erfreut.
Als besonderes Highlight möchte ich noch erwähnen, dass wir auch die ein oder andere Einrichtung vor Ort besucht haben und wir dadurch einen wirklich beeindruckenden Einblick in die verschiedenen Einrichtungen bekommen haben.
Wenn ich mich nicht irre, haben vier Kolleginnen und Kollegen für uns "ihre" Pforten geöffnet und uns Rede und Antwort gestanden und uns wie gesagt einen tollen Einblick gewähren lassen.
Auf diesem Weg noch einmal herzlichen Dank dafür, sowohl bei den Trägern als auch bei meinen Kollegen/Innen. Ich möchte jetzt kurz aufgreifen, warum ich mich anfangs als Fan vom MAT geoutet habe. Ich arbeite seit 7 ½ Jahren in einer Mitgliedseinrichtung und kenne dadurch sehr gut die Strukturen und Abläufe dieser Einrichtung, der Einrichtung eines privaten Trägers.
So eine private Trägerschaft bringt auch besondere Umstände für die darin arbeitenden Kollegen/Innen mit sich. Damit meine ich z.B. dass vieles in tariflicher Anlehnung geregelt ist, dass die Träger/Innen in den meisten Fällen direkt in bzw. unmittelbar an der Einrichtung wohnen etc.. Diese Tatsachen muss ich nicht mehr erklären, die sind bei meinen Kollegen/Innen genauso oder ähnlich.
Dieses auf einer "Wellenlänge" sein, ist für mich etwas ganz besonderes. Ich erlebe die MAT als sehr persönlich, weil ich eben mit meinen Themen Gehör finde, auch oder gerade wenn mich etwas beschäftigt oder ich vor einem Problem stehe. Für mich ist das Treffen eine Bereicherung und ich möchte auf dieses Forum nicht mehr verzichten.
Ich möchte mich für das Mitarbeitertreffen bedanken! Ich danke den Trägern, die das Mitarbeitertreffen ermöglichen. Ich danke jedem Kollegen, jeder Kollegin der/die an dem Treffen teilnahmen oder teilnehmen werden. Ich danke dem Mitarbeitertreffen selbst.
Als letztes gilt mein besonderer Dank Ute Koch, die das MAT leitet und die auch da ist für die Belange der Mitarbeiter/Innen, vielen Dank Ute!!
Oliver Matthieu - Erzieher
Haus Narnia